Tag 2 Seminar in Welschneudorf

Seminar in Welschneudorf Tag 2 Nachdem wir am 1. Tag des Seminars bereits auf dem Boden der Tatsachen angekommen waren und feststellen mussten, dass uns in diesen 3 Tagen viel abverlangt werden würde, ging es an Tag zwei zum Gruppentrail. Die Einteilung der Gruppen erfolgte einen Tag vorher, was sich als recht schwierig erwies denn wir hatten 2 Hundeführer mit je 2 Hunden und einen gesundheitlich etwas eingeschränkten Zweibeiner. Gesagt getan. Gruppe 1 bestand nun aus 5 Hunden und 3 Hundeführern und die Gruppe 2 bestand aus 4 Mensch-Hund-Teams. Wir bekamen noch den Hinweis, dass die Abfrage am nächsten Tag erfolgen sollte und es sich bei diesem Trail um einen Einsatz-Trail handeln würde. Nach dem Frühstück ging es für die erste Gruppe pünktlich um 09.30 Uhr im strömenden Regen los. Gruppe 2 sollte ungefähr 45 Minuten später zum Startpunkt fahren. Während sich also die erste Gruppe bereits mit dem Ansatz plagte, konnte die zweite Gruppe die Wartezeit ausnutzen und die Abfrage zur vermissten Person vornehmen sowie Andi als Gruppenführer auswählen. Circa eine Stunde nach der ersten Gruppe kamen wir am Schwimmbad in Montabaur an. Na toll. Der Parkplatz war nicht gerade klein, rund um die Bank an der die vermisste Person das letzte Mal gesehen worden war, war eine Kreuzung mit 6 Abgängen! Es führten Abgänge in den Wald, in mehrere Straßen, über einen Bach, den Hang hinauf …Hinzu kam, dass es an diesem Tag extrem viel Verkehr gab, was das Suchen nicht leichter machte. Nach der ersten Ernüchterung, dass ein hartes Stück Arbeit vor uns lag, begannen Christa und Arko mit der Arbeit. Arko zog gleich von der Bank in einen Waldweg. Nach ca. 100m gab es das erste Negativ, das der zweite Hund bestätigte. Also wieder zurück zur Bank und versuchen den richtigen Weg zu finden. Eine für uns fast nicht lösbare Aufgabe. Nach einer Stunde hatten alle 4 Hunde gesucht, wir standen immer noch auf diesem Parkplatz und waren ratlos und mit unserem Latein am Ende. Also erst einmal Pause machen, durchschnaufen und den Kopf benutzen. Lothar griff dann in unsere Diskussion ein und gab den Rat einfach zu analysieren was wir denn bisher für Erkenntnisse haben und was wir als Weg ausschließen können. Von 6 Möglichkeiten blieben 2 übrig. Also los ging es. Nachdem wir die schwierige Steigung endlich bis über die Kuppe geschafft hatten, zeigten auch die Hunde an. Na endlich! Nach fast eineinhalb Stunden, gefühlt war es noch viel länger, hatten wir den richtigen Abgang gefunden und waren auf dem Trail… Jetzt hieß es volle Konzentration und bloß nichts übersehen. Die Gruppe hielt zusammen und wurde eine immer bessere Gemeinschaft. So ein Fehler wie am Anfang sollte uns nicht noch einmal passieren. Jeder Weg, der kreuzte wurde kontrolliert oder zumindest im Hinterkopf behalten. Wenn der Hundeführer etwas übersah bekam er von den anderen den Hinweis noch einmal zu checken oder auch die Negativanzeige richtig zu erkennen. Das Gelände im Ort erwies sich ebenfalls als sehr schwierig. Viele Straßen, Gassen, Kreuzungen, Steigungen, Brücken usw. Dazu Regen und teilweise Wind. Als wir dann in eine Straße einbogen befand sich plötzlich die erste Gruppe einige Meter hinter uns, als Andi mit Kira gerade ein Negativ kontrollierte und zog vorbei. Damit beide Gruppen in Ruhe weiterarbeiten konnten, beschlossen wir erst einmal eine Pause einzulegen. Für die Hunde und uns Zweibeiner war das jetzt auch bitter nötig. Nach 15 Minuten ging es weiter. Die Hunde führten und jetzt in die entgegen gesetzte Richtung. Es ging nun durch ein kleines Mischgebiet in Höhenlage und die Hunde zeigten ständig nach rechts, den Hang hinab. Als wir jedoch die Möglichkeit hatten eine Treppe nach unten zu gehen, zeigte Kira ein deutliches Negativ. Tja, da war schon wieder so ein leichtes Grummeln in der Magengegend. Sind wir richtig? Und.. wo war die zweite Gruppe? Zeit die Hunde zu wechseln. Arko übernahm. Es ging langsam bergab und dann über eine stark befahrene Straße auf die andere Seite. Arko wurde an einer großen Tankstelle vorbeigeführt, die er gerne kontrolliert hätte und dann zog er auf einen großen Parkplatz eines Einkaufszentrums. Vorbei an einem großen Café zog Arko nach rechts auf dessen Terrasse und siehe da, die vermisste Person war dort nicht zu übersehen. Gruppe zwei hatte nach „nur“ dreieinhalb Stunden und 5,5 km gefunden. Wir waren Bernd sehr dankbar, dass er uns zum Parkplatz fuhr um die Autos zu holen (bloß nicht mehr laufen). Anschließend haben wir uns dann im Café gestärkt und auf die erste Gruppe gewartet, die ca.30 Minuten später ankam. Für alle war das ein sehr lehrreicher aber auch sehr harter Tag, insbesondere für die Hundeführer, die zwei Hunde dabei hatten. Es wurde viel hin und her diskutiert was man hätte anders machen können oder müssen. Letztendlich zählt aber vor allem, dass beide Gruppen die VP gefunden haben und jeder für sich sehr viel zum Nachdenken, Überdenken und Lernen aus diesem Tag mit nach Hause genommen hat. Vielen Dank an Hansi und Lothar, die die Strecke ausgesucht und diese auch genau auf unsere Defizite abgestimmt haben, gelernt haben wir sehr viel und deshalb haben wir uns da ja auch durchgekämpft…