Langer Trail in Schönaich am 21.07.2019

Langer Trail in Schönaich am 21.07.2019 / Gruppe II Das dieser Tag sehr spannend werden würde, wussten wir bereits bei der Anfahrt. Die Parkplatzsuche gestaltete sich etwas schwierig. Die Handys liefen heiß denn immer wieder musste der Ein oder Andere zur richtigen Einfahrt gelotst werden. Endlich am Treffpunkt angekommen, wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt, die sich im Abstand von 40 Minuten auf die Suche nach der uns unbekannten VP „Gabi“ machen sollten. Gabi galt bereits seit Donnerstag als vermisst, also war die Spur bereits drei Tage alt. Das Wetter war in dieser Zeit mehr als wechselhaft. Es war heiß, hatte geregnet und die Windverhältnisse waren die letzten Tage teilweise sehr stark. Das zu durchsuchende Gelände erwies sich als sehr hügelig, es gab Wiesen, Felder, viel Wald und immer wieder Bäche und weil das alles ja noch gereicht hätte, war da auch noch ein Stausee. Man könnte durchaus sagen, dass die Trainer die Latte für uns sehr hoch gelegt hatten. Das der Trail eigentlich nur ca. 5 km lang war, wussten wir zu diesem Zeitpunkt zum Glück nicht. Nachdem wir die Reihenfolge der Teams festgelegt hatten, durften Dusty und Manu als erfahrenes und noch dazu ortskundiges Team mit der Suche anfangen. Bei praller Sonne ging es vom Parkplatz weg, gleich in eine höher gelegene Wiese. Nach ca. 15 Minuten haben Luna und Christine den Trail übernommen. Luna wollte dem Weg nicht weiter folgen und entschied sich dafür, diesen zurück zu gehen. Sie lief einen Bogen um die Gartenanlagen parallel zum Parkplatz, währenddessen Ihr Blick immer wieder nach links Richtung Wiesen zeigte. Als drittes Team übernahmen Einstein und Stephan die „Spur.“ Diese führte uns dann zum Parkplatz zurück. Nach fast einer Stunde waren wir wieder am Start angekommen. Na toll! Lothar konnte in viele ratlose Gesichter blicken! Da es das Wichtigste beim Gruppentrail ist, dass die Gruppe zusammenhält und auch brenzlige   Situationen gemeinsam löst, haben wir das Suchverhalten und die Thermikbedingungen bei den ersten drei Hunden besprochen und entschieden, dass Einstein nochmals auf dem Wiesenweg angesetzt wird an dem Luna, wohl Thermik bedingt, umgedreht hatte. Und siehe da, bei jetzt etwas anderen Bedingungen wird auch anders gesucht. Einstein konnte die Spur erneut aufnehmen und los ging`s. Nun nahm das Ganze endlich Form an. Als nächste gaben unsere beiden Kleinsten, Ennie und Detti, alles. Bei diesen beiden konnte man sehr gut beobachten, wie die Verhältnisse das Suchen beeinflussen. In der Sonne orientierten sich die Hunde nach links, im Schatten nach rechts. Beide mussten mit einigen Spurabrissen fertig werden, was sie gut meisterten.

     

Riva und Christine führten uns dann an den Stausee heran. So langsam stellte sich bei uns das Gefühl ein dem Ziel näher zu kommen. Am See angekommen gönnten wir den Hunden eine kurze Badepause. Die Vierbeiner hatten sichtlich Spaß und haben die Abkühlung sehr genossen. Anschließend ging es mit Lotte und Rainer weiter. Lotte entschied sich für den Weg durch das Gestrüpp, wir sind lieber parallel dem Weg gefolgt. Alle Hunde hatten jetzt schon einmal gesucht und wir waren schon 3,5 Stunden unterwegs als Dusty und Manu wieder übernommen haben. Die Gruppe war nun insgesamt viel ruhiger geworden. Nachdem auch Einstein und Luna erneut gesucht hatten, waren wir ein gutes Stück voran gekommen als Ennie die Suche wieder aufnahm.

                    

Nach 4 ½ Stunden und 8,7 km wurde die VP von Ennie gefunden. Alle Hunde durften nacheinander zur VP und bekamen dort Ihre Belohnung. Dank Manu wurde auch an uns Zweibeiner gedacht und wir wurden mit reichlich Getränken und Butterbrezeln versorgt. Nach den Problemen, die wir am Anfang hatten, hätten wir nicht gedacht, dass wir die Situation noch umbiegen und die Person finden würden. Es gab einige kritische Situationen, die Thermikverhältnisse, Sonneneinwirkung und Windverhältnisse waren ein ständiges Hin und Her. Was bei dem einen Hund galt, war beim nächsten schon nicht mehr anwendbar. Uns hat es wieder einmal gezeigt, dass wir mit jeder Aufgabe, die wir gestellt bekommen, dazu lernen und an ihr wachsen. Mit jedem Trail kommen wir unserem Ziel, ein Team zu werden, das die Situation meistert, einen Schritt näher. Dafür danken wir unseren Trainern, die nicht an uns verzweifeln und sich der Herausforderung, uns auszubilden jede Woche auf`s Neue stellen.