Vorführung bei den Sach-Crash-Days 2018

Die Sach-Crash-Days werden vom Bundesverband der Versicherungen ausgerichtet. Sachbearbeiter aller Versicherungen werden hier in allen nur erdenklichen Schadensmöglichkeiten (z.B. Sachbearbeitung bei Unfällen, Bränden, Wasserrohrbrüchen, Einbrüche u.ä) geschult, bzw. weitergebildet.

Die Mantrailer Filderstadt wurden auf Vorschlag der Kriminalpolizei Stuttgart von den Ausrichtern der Sach-Crash-Days 2018 für eine Vorführung zum Thema  Einblick in die Aufklärung mit Spürhunden am Tatort eingeladen.

Am Mittwoch, dem 17.01.18, trafen wir uns am frühen Nachmittag in Kornwestheim in der Tambourstraße 4, Areal der Bausparkasse und Versicherung WÜSTENROT WÜRRTEMBEGISCHE. Hier wird ein komplettes Bürogebäude abgerissen. Deshalb konnten dort die eingangs erwähnten Sachschäden simuliert, geprobt und durchgeführt werden.

Uns stellte man 2 Großraumbüros zur Verfügung. In diesen Büros wurde folgendes Szenario dargestellt:

„2 dunkle Gestalten hebeln in einer Höhe von zirka 1,6 m Bürofenster auf, klettern herein, durchsuchen die Räume und entfernen sich über den Hauptausgang“.

Unsere ‚dunklen Übeltäter‘ waren Christa und Bibi. Sie saßen zunächst jeweils in einem der Büros auf einer markierten Fläche der Fensterbank. Und wie wir ja wissen, hinterließen sie nun einen Geruchspool. Dann verließen sie die Büros. Im weiteren Verlauf gingen sie in ein Versteck auf dem Areal.

Da die Büros nun je ein Tatort waren, wurden diese verschlossen.

 

In Folge galt es über 80 interessierte Versicherungssachbearbeiter zu überzeugen,

  • dass an jedem Tatort Geruchsspuren vom Täter vorhanden sind
  • und dass man diese Geruchsspuren mit einfachen Mitteln problemlos, aber      natürlich rechtzeitig und möglichst ohne Fremdkontaminierung, sichern kann.

 

Um die über 80 Sachbearbeiter zu schulen, wurden sie zuerst in 2 Gruppen zu je zirka 40 Leute eingeteilt.

Der ersten Gruppe wurde von 16.30 Uhr bis 17.30 Uhr und der zweiten Gruppe von 17.30 Uhr bis 18.30 Uhr das Mantrailing vorgestellt.

Jede dieser Gruppen wurde wieder halbiert und anschließen vorsichtig in die Tatortbüros bugsiert. Schließlich galt es Luftverwirbelungen zu minimieren um eine Fremdkontaminierung zu verhindern.

Dann gingen in Büro 1 Rita, Karin und Rudi mit Nele und Bijou und in Büro 2 Lothar, Jutta, Carola und Steffen mit Hector und Lotte zu werke. Büro 1 hatte Christa zu suchen, Büro 2 Bibi.

Stellvertretend für beide Büros wird nun das Prozedere in Büro 1 vorgestellt.

Wie erwähnt wurden die Sachbearbeiter vorsichtig an die Bürowand gegenüber dem ‚Einstiegsfenster‘ geführt.

Da der Vorgang zur Geruchsspurensicherung zirka 20 Minuten dauert, wurde zuerst erklärt, dass Geruchsspuren gesichert werden. Christa und Karin zeigten, dass man für die Sicherung sterile Kompressen benötigt und diese mit sterilen Gummihandschuhen und Pinzette am / auf dem Tatort ausgelegt werden. Anschließend zeigten sie, dass diese Kompressen mit einer Alufolie abgedeckt werden, damit Geruchspartikel in die Kompressen übergehen können. Hier ist noch anzumerken, dass nach 20 Minuten die Geruchsspurensicherung von Karin und Rita fachmännisch durchgeführt wurde, indem die Kompressen steril und luftdicht gesichert wurden.

Nun hatte man Zeit, unseren Verein und unsere Ziele ausgiebig vorzustellen. Im Anschluss wurde erklärt, wie Geruchsspuren entstehen und dass an jedem Tatort Geruchsspuren vom Täter vorhanden sind.

Je intensiver unser Vortrag wurde, umso deutlicher veränderte sich die Haltung der Sachbearbeiter.  Vom gespannten Zuhören und über spezifische Fragen wuchs bei allen die Erkenntnis, dass man die Mantrailer tatsächlich als wertvolles Hilfsmittel einsetzen und sogar anfordern kann. Und als dann alle unserer Hunde das Trailen in ihrer gewohnten Qualität und Manier aufnahmen und ‚Ratzfatz‘ die „Übeltäter“ in ihren Verstecken stellten, waren alle Sachbearbeiter restlos überzeugt.

 

Im Nachhinein wurde uns durch den Veranstalter bescheinigt, dass es von uns eine gelungene und überzeugende Dokumentation über Mantrailing in der Kriminalitätsbekämpfung war.

 

Rudi

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